Baufinanzierung: Kostenlose Beratung

Eine Baufinanzierung ist ein komplexer Vorgang und bis eine Entscheidung für die Kreditaufnahmen gefallen ist, vergehen in der Praxis häufig Monate oder Jahre. Die Aufnahme eines Darlehens ist an eine langfristige Bindung an das Kreditinstitut gekoppelt und mehrheitlich geht es um einen sechstelligen Betrag. Eine sorgfältige Finanzplanung ist die Grundlage für eine Baufinanzierung. Erst, wenn klar ist, welche monatliche Belastung für den Bauherren zu bewältigen ist, geht es um Details wie Zinssatz, Laufzeitlänge, Tilgungsanteil und maximale Monatsrate. Wer sich nicht aus beruflichen Gründen mit der Finanzierung von Immobilien beschäftigt, stößt bei der Planung schnell an seine Grenzen. Eine kostenlose Beratung bieten Finanzdienstleister und Banken an. Allerdings sollten Sie sich auf das Gespräch gut vorbereiten und eine Checkliste mit Fragenkatalog erstellen.

Gründliche Vorbereitung des Beratungsgesprächs

Eine gründliche Vorbereitung des Beratungsgesprächs ist wichtig, um alle Eckpunkte einer Baufinanzierung zu berücksichtigen. Voraussetzung ist, dass Sie im Vorfeld feststellen, wie viel Geld Ihnen im Monat nach Abzug aller Fixkosten zur Verfügung steht. Auch im neuen Eigenheim entstehen Kosten für Strom, Wasser, Heizung und Lebensunterhalt, weshalb diese Kriterien berücksichtigt werden müssen. Anschließend analysieren Sie den Bestand an Eigenmitteln, die in das Bauprojekt eingebracht werden können. Mit einem hohen Eigenkapitalanteil senken Sie die Darlehenssumme und kommen in den Genuss günstigerer Zinsen. Darüber hinaus muss Klarheit bestehen, wie viel der Bau maximal kosten darf. In die Ermittlung der Summe müssen Notarkosten und Steuern einfließen. Vor dem Beratungsgespräch sollten Sie sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, wann das Hypothekendarlehen oder der Baukredit spätestens zurückgezahlt sein sollte. Als Richtlinie gilt: Spätestens mit dem Eintritt ins Rentenalter sollten Sie schuldenfrei sein.

Kostenlose Beratung zur Baufinanzierung: Besprechungspunkte

Während eines Gesprächs mit einem Finanzberater oder einem Bankmitarbeiter müssen einige Punkte zwingend angesprochen werden. Erkundigen Sie sich gezielt nach staatlichen Fördermitteln und stellen Sie konkrete Fragen nach dem KfW-Wohneigentumsprogramm und nach Fördermitteln, die auf Länderebene vergeben werden. Wichtig ist auch die Frage nach der Anschlussfinanzierung. Zwar bewegen sich die Zinsen für eine Baufinanzierung auf historischen Tiefstständen, doch in 10 oder 20 Jahren kann sich die Situation grundlegend gewandelt haben. Lassen Sie sich vom Finanzberater erklären, wie hoch die monatliche Rate ist, wenn die Zinsen in der Zukunft steigen. In diesem Kontext spielt die Restschuld eine Rolle. Dabei handelt es sich um den Betrag, der nach dem Auslaufen der langjährigen Zinsbindung noch zurückgezahlt werden muss. Schließlich sollten Sie sich einen Finanzierungsplan erstellen lassen, indem die mündlichen Absprachen schriftlich fixiert werden.

Zinsen und Laufzeitlänge

Ein wichtiger Punkt im Beratungsgespräch dreht sich um die Laufzeitlänge, da bei einer Baufinanzierung die Zinsen für den gesamten Zeitraum festgelegt werden. Idealerweise checken Sie mit einem Baufinanzierungsrechner bereits vor der kostenlosen Beratung die aktuelle Marktlage und die angebotenen Zinssätze. Im Hinterkopf müssen Sie immer behalten, dass Sie mit einer Baufinanzierung eine jahrzehntelange Verpflichtung eingehen, die an eine pünktliche Zahlung der Raten gebunden ist. Erkundigen Sie sich nach den Zinsen für eine zehn-, zwanzig- oder fünfundzwanzigjährige Laufzeit und bringen Sie in Erfahrung, welche Konditionen bei einer Kompletttilgung für das Darlehen angeboten werden. Bereits ein Unterschied von 0,5 % bei den Darlehenszinsen kann sich auf die Laufzeit gerechnet zu einem Betrag von mehreren Tausend Euro summieren.

Analyse der Baufinanzierung nach der Beratung

Nach der kostenlosen Beratung zur Baufinanzierung sollten Sie sich genügend Zeit nehmen, das Angebot einer gewissenhaften Prüfung zu unterziehen. Oft lauern Fallstricke im Kleingedruckten. Sie verbergen sich nicht selten hinter schwer verständlichen Formulierungen. Zögern Sie deshalb nicht, bei Unklarheiten nachzufragen und auf einer für Laien verständlichen Erläuterung zu bestehen. Wenn Sie dem Angebot in allen wesentlichen Punkten zustimmen, vereinbaren Sie einen weiteren Termin mit dem Finanzberater, um letzte Einzelheiten zu besprechen. In der Praxis ergibt sich nicht selten die Gelegenheit, etwas günstigere Konditionen auszuhandeln. Den Vertrag über eine Baufinanzierung sollten Sie erst unterzeichnen, wenn Ihnen der Gläubiger eine schriftliche Finanzierungsbestätigung überlassen hat. Dieser Schritt dient zur Absicherung der Baufinanzierung und nimmt den Geldgeber gleichzeitig in die Pflicht, die gemachten Zusagen auch einzuhalten.

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