Baufinanzierung Ausland

Auslandshypothek: Worauf muss man achten?

Immobilien werden nicht nur in Deutschland gekauft. Dank historisch niedriger Zinsen im Euroraum und der damit verbundenen günstigen Immobilienkredite rücken Ferienhäuser und Auslandsimmobilien zunehmend in den Fokus. Für den Hauskauf im Ausland gibt es für Privatpersonen meist zwei Gründe: Die Nutzung als Urlaubsdomizil oder als Wohnsitz im Alter. Zur Finanzierung der Immobilie bietet sich eine Auslandshypothek an, wobei auf einige Punkte besonderes Augenmerk gelegt werden muss.

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Risiken bei Auslandshypotheken

Wer sich zum Kauf einer Ferienimmobilie oder eines Alterswohnsitzes im Ausland entschließt, nutzt in der Regel die Finanzierungsangebote einer inländischen Bank. Der Vorteil: Ortsansässige Banken sind meist eher dazu bereit, eine Immobilie zu finanzieren, als deutsche Geldinstitute, die mit der Marktlage im Ausland nicht vertraut sind. Dennoch dürfen die Risiken einer Auslandshypothek nicht außer Acht gelassen werden. Folgende Punkte sollten Sie beachten, wenn Sie eine Hausfinanzierung über eine ausländische Bank in Erwägung ziehen:

  • Rechtslage im Land
  • Zinsrisiko
  • Laufzeitlänge und Kündigungsfristen
  • Erwerbsnebenkosten
  • Währungsrisiko außerhalb des Euroraumes

In vielen Ländern werden Hypothekendarlehen mit variablen Zinssätzen ausgegeben. Diese Verfahrensweise birgt das Risiko, das sich bei steigenden Marktzinsen die Kreditrate ebenfalls verteuert. Darüber hinaus sollten Sie den Darlehensvertrag auf Verbindlichkeit prüfen. In einigen Ländern ist die Bank unter bestimmten Voraussetzungen berechtigt, vorzeitig den Vertrag zu kündigen und die Restschuld unverzüglich einzufordern. Nicht zu vernachlässigen ist die Kommunikation mit dem ausländischen Kreditinstitut, die in der jeweiligen Landessprache erfolgt. Werden Klauseln im Darlehensvertrag falsch verstanden oder nicht korrekt übersetzt, können unter Umständen finanzielle Verluste entstehen.

Baufinanzierung ausländische Banken

Rund eine halbe Million Deutsche besitzen eine Ferienimmobilie im Ausland, die für eine gewisse Zeit des Jahres selbst genutzt wird. Wer plant, an der spanischen Mittelmeerküste, der italienischen Riviera oder in den österreichischen Alpen ein Ferienhaus zu bauen oder zu kaufen, finanziert die Immobilie in der Regel über eine Hypothek. Erfolgt die Finanzierung über ein ausländisches Kreditinstitut, müssen die gesetzlichen Bestimmungen zur Kreditaufnahme beachtet werden. Einfacher und in der Regel kostengünstiger ist die Baufinanzierung im Ausland über ein deutsches Geldinstitut. Innerhalb Europas sind unter anderem die Landesbausparkassen und die Debeka in der Baufinanzierung tätig. Wichtig zu wissen: Immobilienkäufer oder Bauherren im Ausland benötigen einen höheren Eigenkapitalanteil, der zwischen 40 und 50 Prozent von der Gesamtsumme liegen sollte.

Hypothek aufnehmen in Holland

Die Aufnahme einer Auslandshypothek in Holland ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Wie in Deutschland müssen Sie bei der Beantragung des Darlehens Ihre Einkommensverhältnisse offenlegen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen bildet die Grundlage zur Ermittlung der maximalen Darlehenssumme. Als Faustregel gilt: Die Höchstsumme des Darlehens liegt beim 4-5-fachen Bruttojahreseinkommen. Sollten noch weitere Verbindlichkeiten existieren, vermindert sich die Darlehenssumme um den entsprechenden Betrag. Ein weiteres Kriterium zur Ermittlung der Darlehenssumme ist der Verkehrswert der Immobilie sowie der Maximalbetrag, der im Falle einer Zwangsvollstreckung erzielt werden kann.

Baufinanzierung in FrankreichAuslandshypothek

Mit einem Alterswohnsitz an der Côte d’Azur erfüllen sich zahlreiche Pensionäre und Ruheständler einen lang gehegten Traum. Eine Auslandshypothek einer französischen Bank ist zur Finanzierung einer Ferienwohnung oder eines Häuschens geeignet. In Frankreich dienen nahezu ausschließlich Hypothekendarlehen zur Absicherung einer Immobilienfinanzierung. Anders als in Deutschland fließen in den Effektivzins sämtliche Kosten für den Immobilienerwerb ein und die Darlehen werden beinahe ausnahmslos mit einem variablen Zinssatz ausgegeben. Darüber hinaus verlangen französische Banken einen höheren Eigenkapitalanteil als deutsche Kreditinstitute. Die Quote sollte mindestens bei 30 % liegen. Die Dauer der Laufzeit ist Verhandlungssache und variiert zwischen 5 und 20 Jahren. Wie bei einer Auslandshypothek in Holland spielt das Währungsrisiko keine Rolle, da der Euro in beiden Ländern gesetzliches Zahlungsmittel ist.

Baukredit in der Schweiz

Ein Baukredit eines eidgenössischen Kreditinstitutes war für Deutsche viele Jahre lang eine preiswerte Alternative zu einem Hypothekendarlehen einer inländischen Bank. Verlockend waren vor allem die niedrigen Zinsen. Obwohl die Verschuldung in Schweizer Franken erfolgte, konnte das Währungsrisiko vernachlässigt werden, da ein festes Wechselkursverhältnis zwischen Euro und Franken bestand. Seit 2014 muss dieser Faktor bei einer Auslandshypothek wieder berücksichtigt werden, da die Schweizer Währung nicht mehr fest an den Euro gekoppelt ist. In der Schweiz werden verschiedene Hypotheken zur Immobilienfinanzierung angeboten. Bei der Festhypothek wird der Zinssatz für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Verträge dieser Art können allerdings nur nach Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung vorfristig gekündigt werden. Die variable Hypothek besitzt einen variablen Zinssatz, der je nach Marktlage nach oben oder unten angepasst werden kann. Seltener ist die Libor-Hypothek, bei der sich der Zinssatz am Libor-Zins des internationalen Bankengeschäfts orientiert.

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