Hypothek aufnehmen als Rentner

Das Eigenheim ist für viele Deutsche eine Säule der privaten der Altersvorsorge. Ist die Immobilie abbezahlt, belasten keine Mietzahlungen mehr das Haushaltsbudget und die frei werdenden Mittel stehen zusätzlich für den Lebensunterhalt zur Verfügung. Anders gestaltet sich die Situation für Rentner, die in einer Mietwohnung wohnen. Ältere Mieter, die im Alter von 30 oder 40 Jahren keine Hypothek zur Anschaffung von Wohneigentum aufgenommen haben, verfügen meist über Vermögen, das im Lauf der Jahre in Form von Lebensversicherungen oder langfristigen Geldanlagen angespart wurde. Eine Hypothek aufnehmen als Rentner ist damit gut möglich. Dieser Personenkreis verfügt nicht selten über eine stattliche Summe an Barvermögen, das bei der Aufnahme einer Hypothek als Eigenkapital eingesetzt werden kann.

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Weniger Miete mit dem Kauf eines Eigenheims

Zahlreiche Senioren scheuen den Schritt, eine Immobilie mit einer Hypothek zu finanzieren. Zu Unrecht, denn insbesondere Senioren verfügen häufig über ein hohes Barvermögen, das durch die Auszahlung einer Lebensversicherung oder den Verkauf von Aktienpaketen oder festverzinslichen Wertpapieren entstanden ist. In der aktuellen Niedrigzinsphase kann es durchaus lukrativ sein, das angesparte Vermögen in eine selbst genutzte Immobile zu investieren und den Rest der Kaufsumme über eine Hypothek zu finanzieren. Auf diese Weise lässt sich die Miete unter Umständen halbieren und die monatliche finanzielle Belastung sinkt erheblich. Ein Beispiel aus der Praxis deckt das Einsparpotenzial auf, das Rentner mit der Anschaffung eines Eigenheims generieren können.

Wohnkosten reduzieren sich deutlich

Die Kosten für die Miete schlucken einen Großteil des monatlich verfügbaren Einkommens. Mit der Aufnahme einer Hypothek lassen sich die Wohnkosten im Alter drastisch reduzieren, sofern Barvermögen vorhanden ist. In einem praxisbezogenen Beispiel zahlt ein Seniorenehepaar für eine 90 Quadratmeter große Wohnung in der Stadt 750 Euro Kaltmiete. Nachdem eine Kapitallebensversicherung ausgezahlt wurde, verfügen die Rentner über ein Barvermögen in Höhe von 130.000 Euro und entschließen sich zum Kauf eines Eigenheims mit einer Wohnfläche von 75 Quadratmetern zum Preis von 260.000 Euro. Die Hälfte der Kaufsumme steht als Eigenkapital zur Verfügung und lediglich die restlichen 130.000 Euro müssen über eine Hypothek finanziert werden. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren, einem Zinssatz von zwei Prozent und einer anfänglichen Tilgung von einem Prozent liegt die monatliche Belastung unter 400 Euro. Die Wohnkosten haben sich durch diesen Schritt im Vergleich zur aktuellen Kaltmiete nahezu halbiert.

Hypothek aufnehmen: Wie geht das?

Das Aufnehmen einer Hypothek ist mit einer Verpfändung einer Liegenschaft an die Bank verbunden. Wird zur Anschaffung von Wohneigentum ein Darlehen benötigt, braucht das Geld gebende Kreditinstitut Sicherheiten. Diese werden gewährleistet, indem die erworbene Liegenschaft mit einer Hypothek belastet wird. Bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens ist die Bank Miteigentümer am Grundstück oder der Immobilie und hat das Recht die Liegenschaft zu verkaufen, falls der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Dieses Recht der Bank wird durch einen Eintrag ins Grundbuch manifestiert.

Gutes Geschäft für die Bank

Für Senioren gibt es in der Regel kein Problem, unter den genannten Voraussetzungen eine Hypothek aufzunehmen. Im Gegenteil. Für die Kreditinstitute ist dieser Kreditvertrag ein einträgliches Geschäft. Die Geldinstitute müssen lediglich ein Darlehen über 130.000 Euro ausgeben und erhalten im Gegenzug im Ernstfall durch den Eintrag im Grundbuch Zugriff auf eine Immobilie, die doppelt so viel wert ist. Sollte der Kreditnehmer vor Ablauf der Vertragslaufzeit versterben, kann der Erlös aus dem Verkauf der Immobilie zur Tilgung der Restschuld genutzt werden. Das Risiko für die Kreditinstitute ist in diesem Fall minimal. Selbst wenn der erzielte Preis bei einem Verkauf des Eigenheims unterhalb des Marktwertes liegt, erhält die Bank den Einsatz auf jeden Fall zurück. Grundvoraussetzung für die Aufnahme einer Hypothek durch Rentner oder Senioren ist ein hoher Anteil Eigenkapital. Bei geringen Beträgen winken die meisten Geldinstitute ab, weil das Kreditausfallrisiko als zu hoch eingestuft wird.

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